MichaelFreitag

MichaelFreitag

25p

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661 weeks ago @ webMoritz.de - NDR: Presselandschaft ... · 2 replies · +1 points

(Auch mal ein Lob - macht auch Spaß, hier zu lesen ...:) Und wenn man jetzt noch bedenkt, dass Begriffe wie "links" und "rechts" eher und mehr dazu taugen, im Straßenverkehr Richtungen anzuzeigen, als menschliche Haltungen in der Politik zu spiegeln, wirds ganz verrückt ;-)

661 weeks ago @ webMoritz.de - NDR: Presselandschaft ... · 0 replies · +2 points

Müssen sie auch, wenn in Dt. und sicher auch anderswo jedem Journalisten (Achtung, keine exakte Zahl) zirka 2,5 PR-Leute gegenüberstehen (den 0,5-PR-Mann würde ich gern mal kennen lernen ;-). Und wer sind diese? Ehemalige Journalistikstudenten mit Hang zum Geldverdienen (unzulässige Verallgemeinerung in angespitzter Form). Nix gegen PR-Mitteilungen, aber wenn sie es schon in die Zeitungen schaffen, ohne wenigstens umgeschrieben zu sein ... hab es selbst erlebt, als ich vor einigen Jahren noch auf der "anderen Seite" stand - meine PR-Texte in "unabhängigen" Zeitungen - muaaaahh gruselig ;-) - Grüße nochmal unbekannteweise an Herrn Johst, da gibt es immer Möglichkeiten - nicht wahr und wenn es Gästebücher, Kleinanzeigen und Kamingespräche mit Journalisten sind ... ;-)

Wenn man IVW anschaut, sind sogenannte "Kundenzeitungen" (also nur noch Werbung, als Magazin aufgelegt) im Trend die letzten Jahre ständig steigend gewesen. Mit anderen Worten: PR-Leute schreiben als "Informationen" getarnte Zeitungen für "Kunden" (die sie meist noch werden sollen).

Wer bleibt also da als geschulte(r) Frau/Mann gern auf der meist finanziell schlechteren Position des Lokaljournalisten? Meist nur die, welche ihre Region und die darin lebenden Menschen wirklich mögen und darüber hinaus ein neugieriges Auge für die "kleinen" Geschichten behalten. Die ganze Debatte um die schlechtere Bezahlung dieser Journalisten, ist auf der wirklichen Ursachenebene auch nur Augenwischerei. Aber das betrifft dann das ganze Feld der Vermarktung und der Wertschätzung von Verlagsleitern/-inhabern, die da selbst mitsteuern können, aber selbst oft nur "nach oben" schielen....

Ja - gute Vorbilder sind & bleiben vermutlich rar - solange, bis auch der Leser beginnt, den ganzen Mist (siehe oben) ungelesen zum Fensterputzen zu verwenden ;-)

Jaaa: ich mach gerade wieder PR - aber diesmal für etwas wirklich Wichtiges: ein kleiner Teil Demokratieförderung ;-) Ein wenig "Haltung" muss man bei Lokaljournalismus wahrscheinlich mitbringen ....

661 weeks ago @ webMoritz.de - NDR: Presselandschaft ... · 0 replies · +1 points

Ja und seit Neuestem auch die Leipziger Volkszeitung. Wir sind so ein unabhängiger Verlag, der mit der Vormacht (noch) dieser Monopolblätter zu ackern hat - aber es lustig, die Reaktionen der Großverlage zu beobachten. Witzig auch, zu sehen, wie der CDU-nahe Springer Verlag erst die ganzen lokalen Zeitungen an Madsack verkauft, um anschließend mit BILD wieder im Netz vor Ort aufzutauchen. ich schätze, Madsack hat bald ein Problem mehr am Hals, als nur zurückgehende Abozahlen ...

661 weeks ago @ webMoritz.de - NDR: Presselandschaft ... · 1 reply · +2 points

Die Formulierung "Lokaljournalismus war noch nie hochwertig", wird bei der Lektüre alter Reportagen und Lokalberichte von Max Frisch ad absurdum geführt. Ebenso von Tom Robbins, welcher vor seiner Buchkarriere ein sehr guter Lokaljournalist in Amerika war und sich die Mühe gemacht hat, Menschen noch kennen zu lernen. Und dass sind nicht die einzigen Namen. Alles in allem also eine Behauptung, welche schon allein durch die pauschale Wortwahl daneben geht. Dass er nicht geachtet wird, weil alle Kollegen den Traum haben, über die große weite Welt zu schreiben und das möglichst bei Spiegel und Co. passt da schon eher. Dass es dabei oft um Vorgänge geht, die an umfallende Reissäcke und all zu oft auch an Kaffeesatzleserei erinnern, wird gerade zunehmend klarer.

Auch, dass damit Menschen "vor Ort" Ihre Wirklichkeit in der Presse nicht mehr abgebildet sehen.

Und die Meldung BILD macht 11 neue Lokalredaktionen auf, ist eher erschreckend in dem Zusammenhang - was werden dass für lokale Meldungen werden ... Wieder eine Entwicklung, welche zur Banalisierung der direkten Realitäten "vor Ort" geraten könnte und vermutlich auch wird - neue Informationsmengen von geringer Haltbarkeitsdauer und Suchmaschinenverstopfung im Netz inklusive.

Macht übrigens Spaß, hier zu schreiben. Danke für das Gästebuch ;-)

661 weeks ago @ webMoritz.de - NDR: Presselandschaft ... · 0 replies · +1 points

Ich versteh ihn auch nicht ;-)

Im Ernst: Es liegt aber nicht am IQ, sondern an den Erfahrungswelten. Und diese Erfahrungswelten möchte ich nicht hier ausbreiten - ist ja schließlich nicht meine Zeitung und gehört ergo nicht hier hin ;-) Nur soviel - wer "Print denkt", hält eine Papierzeitung per se für das bessere Qualitätsprodukt, weil dafür mehr Geld in Drucklegung und Verteilung ausgegeben wurde - also MUSS es ja werthaltiger sein, was da steht. Ist es nicht - ausser ich benutze die Zeitung von gestern zum Polieren meiner Fenster und sorge anschließend durch eine Verklappung im Papiercontainer für eine saubere Rückführung in den Kreislauf ;-) ... aber wie gesagt, es gäbe da viel zu klären, denn der Qualitätsjournalismus im Netz ist noch ein Baby, welches gerade die ersten ernsthaften Gehversuche macht - und dabei auch noch ab und an umfällt.

661 weeks ago @ webMoritz.de - NDR: Presselandschaft ... · 3 replies · +4 points

Vorab: ein Gruß aus Leipzig, der "Medienstadt". Gratulation zu dieser Seite und dem Beitrag bei ZAPP, welchen die Leipziger Internet Zeitung und ich insbesondere wahrgenommen habe. Ihr seid auf dem richtigen Weg - egal, was Menschen sagen, die noch "Print denken". Alles geht seiner Wege und dieser hier ist einer davon. Nehmt das Gelernte, geht hinaus in die Wirtschaft und beweißt, dass es im geliebten Norden genauso geht, wie im ehemal monokulturellen Leipzig mit einer Tageszeitung im Netz Alternativen und Medienvielfalt zu schaffen.

Lernt, wie man geschickt und mit nachhaltigkeit vermarktet und ihr seid kaum zu schlagen. Und wenn ein paar Printkollegen umlernen, gibts auch wieder Jobs.

Zu Herrn Johst, der es geschafft hat, aus einer Brille heraus, die ich durch frühere (verhasste) Jobs auch kenne, hier seine Ansichten dominant einzubringen - lasst Euch nix erzählen. Erfahrung zählt oft weniger, als man denkt - man kann auch 30 Jahre lang alles falsch gemacht haben ... (sinng. Tucholsky).

Ich wünsche Euch einfach viel Erfolg und grüße von der gesamten www.l-iz.de in den Norden.